Eine Antwort auf die Reaktion der UWG auf den Abriss des Neuen Sozialen Zentrums im leerstehenden Q8-Gebäude der Stadtwerke Münster.
http://www.echo-muenster.de/node/52826
Wer sich in anderen Städten umschaut, der bekommt doch Zweifel an die Worte von Herrn Pfau. Leerstehende Gebäude wurden in der Geschichte schon immer von denen genutzt, die ein erheblich wichtiges soziales Engagement vorzuweisen haben. Was Anfangs als "Rechtsbruch" verteufelt wurde, wurde später legalisiert und trug erhebliche soziale und kulturelle Früchte für ganze Stadtteile. Ein Beispiel ist die Regenborgenfabrik in Berlin Kreuzberg, die heute mit ihrem Kino, Cafe, Kindergarten, Hostel, offenen Werkstätten ... nicht mehr aus dem Kiez wegzudenken ist. Einen Tourismus haben wir im neuen sozialen Zentrum, dass trotz Dialogbereitschaft der Nutzer_innen von den ökologischen aber nicht sozialen Stadtwerken kalt abgerissen wurde, leider nicht feststellen können. Die Erfahrungen von so erfolgreichen Projekten wie z.B. der Regenbogenfabrik in Münster wahrzunehmen, wäre sicher bereichernd für die Stadtpolitik in Münster.
Herr Pfau richtet, aber er redet nicht wie jemand, der die Anliegen sozial engagierte Menschen, Gruppen und Vereine dieser Stadt ernst nimmt. Wir haben uns das Zentrum Q8 und das Leben und die Diskussionen dort angeschaut und waren sehr beeindruckt von den vielen Ideen und Anregungen, die ein solcher Ort plötzlich in Münster ermöglicht. Sehr traurig, wie wenig Interesse seitens der Politik sich hier zeigte - zu schnell wurde mit dem Abriss ein wichtiger Prozess abgewürgt. Nun redet ein Politiker und reißt mit seinen Worten auch noch die Anliegen der Aktiven für ein soziales Zentrum in Münster mit ein.
Initiative Soziale Orte in Münster
Die Initiative Soziale Orte in Münster engagiert sich für die sozialen Stadtrechte: Vom Leben in der Stadt soll niemand ausgegrenzt werden. Dazu gehören vor allem offene und freie Räume, an denen sich Menschen ohne Überwachung und soziale Ausgrenzung - also unabhängig von ihrer selbstbestimmten oder ihr zugeschriebenen Identität und ihres Einkommens - treffen und austauschen können.
Freitag, 3. Juli 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen